EINDRÜCKE

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Im Anschluss an das zehntägige Festival bedanken wir uns ganz herzlichen bei allen Flaneur*innen, die trotz Regens und Windes die Schaufenster Edition besucht haben und auch allen digitalen Teilnehmer*innen, die das Online Format der Veranstaltungen wahrgenommen haben!

PARTICIPANTS:

Adela Bravo Sauras, Marula Di Como, Maternal Fantasies, Lisa Glauer, Núria Güell, Eliana Heredia, Valentina Karga (in Kooperation mit Mina e.V.), hands.on.matter, The Feminist Needlework Party, Tabita Rezaire, Valeria Schwarz und Anaïs Senli.

Bilder: Patricia Escriche

Online Workshops, Performances und Diskussionen waren teil von Who Cares? Feminist Art Festival 2020:

CIRCLE #2 A RESTING INFRASTRUCTURE

Während des inklusiven Workshops von der Künstlerin Valentina Karga in Kooperation mit Mina e.V., der einzigen Präsenzveranstaltung, die noch vor dem Lockdown stattfand, haben die Teilnehmer*innen Kissen und Decken mit Erdpigmenten bemalt. Während des Festivals sollten diese für die Besucher*innen als räumliche Infrastruktur einen weichen und erholsamen Ruheort anbieten. Im Anschluss der Schaufensterausstellung wurden die Kissen und Decken an die Teilnehmer*innen verteilt.

Bilder: Katja Volkennant

PLEASURE IS SERVED, MADAM. A WINDOW FOR REIFICATION

In der 1:1 Online Performance konnten sich die Teilnehmer*innen ein zehnminütiges Zeitfenster mit der Künstlerin Adela Bravo Sauras buchen und Ideale der Sexualität aus der weiblichen Perspektive bilden.

SEWING CIRCLE

Bademantel an, Nähsachen raus, Ohren auf, Diskussionslaune aufdrehen und los: während des partizipativen Online Workshops haben die Teilnehmer*innen im Spa-Outfit mit einer von der Feminist Needlework Party (FHP) vermittelten Nähtechnik kaputte Kleidungsstücke repariert, dem Manifest der Handarbeitspartei gelauscht und besprochen: weshalb kultiviert die Gesellschaft eine Hierarchie zwischen Körper- und Geistarbeit?

LOHNT SICH KÜMMERN?

In ihrem selbstsensibilisierenden Online Workshop sprachen die Teilnehmer*innen mit der Medizinanthropologin und Gestalttherapeutin Johanna Fröhlich Zapata (Alltagsfeminismus ®) über die Wertschätzung von Care Arbeit, begonnen beim privaten Alltag. Aktivitäten wie kochen, putzen, etc., die zu 80% von Frauen übernommen werden, wurden dabei in Geld umgerechnet und gefragt: wie feministisch sind wir wirklich?

In einer silent discussion haben Teilnehmer*innen Ideen gesammelt, wie man diese Realität verändert kann. Lest einige der Gedanken, die dabei rausgekommen sind:

ENCOUNTER WITH ANOTHER CAMILLE

Am Freitag, dem 12. Dezember, fand die virtuelle Version der hypnotischen Tour von der Künstlerin Valeria Schwarz mit der professionellen Hypnotherapeutin Katharina Auer statt.

„Camille is an endangered species. She walks through the jungle discreetly but with the confidence of someone that has an incommensurable strength. Her legs are thick and powerful. She guides you through her territory, she is the guardian of the jungle. You follow her curiously, naively. You can feel how she is surrounded by an aura of mystery. Camille has the charm of pure beauty mixed with tenacious ferocity. You imagine Camille´s ability to climb the trees quickly, to swim in torrents , to walk for hours without getting tired. You know she can run fast, faster than you, and you know she is a dangerous predator. You imagine Camille hiding in the jungle, invisible behind the vegetation, waiting patiently for her prey to come and then pouncing. But you also know Camille wants you to transcend your human experience, she wants to show you how change is possible, SHE wants YOU to understand. Camille is the symbol of vigor and wisdom. She is the hunter that takes care of the entrance to the magic world. And you let yourself be guided to that magic world. Serenely and confidently“ (Fragment von Encounter with Another Camille).

VISIONEN EINER FÜRSORGLICHEN GESELLSCHAFT

“So eine Gesellschaft, die würde ich mir wünschen. Wo ein alter Mensch von allen gemeinsam gepflegt und betreut wird. Wo Kinder von allen gemeinsam erzogen werden. (…) dass jede*r Verantwortung trägt für eine Gesellschaft.” (Yildiz Akgün im Gespräch)

Während der Diskussionsrunde haben die Vertreterin des Inklusions-Vereins Mina Yildiz Akgün, die Künstlerin und Professorin an der HFBK Valentina Karga, die Künstlerin Magdalena Kallenberger als Sprecherin des Kunstkollektivs Maternal Fantasies und die Gründerin von Alltagsfeminismus ® Johanna Fröhlich Zapata gemeinsam und laut über die Schritte und Wege nachgedacht, die zu einer fürsorglichen Gesellschaft führen können. Vielen Dank für die tolle Moderation und Vertonung von TAZ Journalistin Sarah Ulrich! Wer nicht dabei sein konnte (oder nochmal gern reinhören möchte), kann sich die Diskussionsrunde online als Sonderfolge des feministischen TAZ Podcasts We Care anhören.

Illustration: IG: finsterperk

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In unserem Instagram feed sind die Interviews mit den Künstler*innen, die über ihre Ausstellungsbeiträge und über Kunst in Zeiten des Lockdowns sprechen online gestellt.

Infos: www.whocares-berlin.org
Insta: whocares.berlin