Foto: Adela Bravo Sauras

PLEASURE IS SERVED, MADAM
A WINDOW FOR REIFICATION

PERFORMANCE:
13. NOV. 18-22 UHR

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Was ich an Deinem Körper mag, ist Sex. Was ich an Deinem Sex mag, ist der Mund. Was ich an Deinem Mund mag, ist die Zunge. Was ich an Deiner Zunge mag, ist das Wort. Was ich am liebsten mag, ist eine Frühlingsrolle zu essen, umgeben von Tausenden von Liedern, Filmen und Gedichten über Vulven und Klitorides. Ich möchte mit Stolz feiern, dass wir in der Lage sind, Freude trotz jedem Trauma zu haben, und ich möchte mit anderen alle Möglichkeiten lernen Freude zu haben. Ich möchte, dass wir wie die Wiener Dilettanten sind, die lernen, als Frau mit den Geschlechtern umzugehen, als hätten wir es noch nie zuvor getan.

Pleasure is served, madam ist ein Experiment das nach der Fähigkeit des und der Einzelnen, gemeinsam mit anderen eine Gemeinschaft der Körper und der Ideale zu bilden fragt. Die Besucher_innen entscheiden sich, den Anpassungsprozess von außen zu betrachten oder ihn aus erster Hand zu erleben. In Pleasure is served, madam gibt es nur dich, den anderen und unsere Beobachter. Das Projekt beschäftigt sich mit dem Thema Sexualität aus weiblicher Sicht. Das heißt u. a., wir müssen uns einerseits mit Belästigung, Angst und Vergewaltigung befassen, aber auch mit Vergnügen, wie der Titel schon sagt. Frauen werden oft nach männlichen Begierden gewertet und auch bedroht. Wir können über die Idee der Sexualität nachdenken, wie bei einer Reise durch eine Landschaft, die in der Vulva als Mikroraum beginnt und nachts im Makroraum einer Straße endet. Es gibt einen Ort der Liebe auf der Welt und wir haben viele Möglichkeiten, um Aufregendes zu beobachten, im Gegensatz zu jemandem der ein Stück Schokolade aus einem Automaten zieht, während ein Mann in einer U-Bahn masturbiert und französische Postkarten betrachtet.

ÜBER ADELA BRAVO SAURAS

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Ich promoviere momentan an der Universität der Künste in Berlin, im Fachbereich Architektur und Theater. Die Arbeit wurde durch zwei Stipendien finanziert. Ich habe einen Abschluss als Dipl. Ing- in Architektur von der Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Madrid und einen Master of Arts „Angewandte Theaterwissenschaft” von der Justus-Liebig Universität Gießen für Angewandte Theaterwissenschaften.

In meiner Funktion als Gründerin und Leiterin der Architecture-Performance-Gruppe „No Fourth Wall”, konzipierte, koordinierte und inszenierte ich mehrere Theater-Performances, die an internationalen Bühnen aufgeführt wurden.

Einige meiner Projekte wurden unter anderem im: Esposizione Internazionale della Triennale di Milano, Milano Game festival; Instituto Cervantes Berlin, Ballhaus Ost, Acud Kunsthaus, Hebbel am Ufer 2, Edinburgh (Fringe Festival, Summerhall), Buenos Aires (Biennale Arte Joven), Bukarest (The Future is Feminine, Arcub Center, Teatru Bucuresti), Basel (Schlachthaus Theater), Senigallia (Italien) (Rotonda sul Mare, kuratiert von Marcello Smarrelli), oder Madrid (Teatro Pradillo, Tabacalera, Sala Triángulo/Teatro del Barrio, Teatro Municipal), gezeigt. Sie erhielten Preise in Wettbewerben oder Stipendien wie der Wettbewerb „Performance Architecture Competition European Capital of Culture 2012” (Guimarães, Portugal), oder das Festival Scena Simulacro 2012, Sala Triángulo (Madrid) u. a.

Ich bin seit 2015 Referentin auf dem International Federation for Theatre Research (IFTR) World Congress und anderen Institutionen und habe Artikel für die Contemporary Theatre Review, Routledge.

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WEITERE PROJEKTE

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25/09/2020